Manche fühlen sich schon immer so, andere entdecken ihr Interesse an BDSM erst spät im Leben. Die einen sagen, die Neigung sei angeboren, die anderen glauben, dass man sie im Laufe des Lebens erwirbt. Viele sind froh, sich ihrer Neigung schon lange bewusst zu sein, einige bedauern, dass sie das nicht bereits früher bemerkt haben.
Allen sei gesagt, dass es vor allem darauf ankommt, wie man sich mit seiner Neigung fühlt. Dass man die Erkenntnis über die eigene Lust genießen kann und gute Wege findet, sie auszuleben, wenigstens in der Fantasie. Wann im Leben man damit beginnt, sagt nichts über Tiefe und Intensität aus, die sich erreichen lassen.
Trotzdem möchten wir einen Blick werfen darauf, wann die meisten BDSMler ihre Neigung entdeckt haben. Vielleicht möchtest du etwas darüber erzählen?
Wann war das bei dir?
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Ich war schon früh den anderen Voraus. Habe vieles ausprobiert und musste immer wieder feststellen, daß mir das Führen einfach liegt. Ich muss mich nicht verstellen, sondern bin es einfach und fühle mich schon immer damit sehr wohl.
Ich hatte schon früh die Phantasie von einer Frau entführt, gefesselt und bestraft zu werden. Früh heißt hier so zwischen 9 und 12 Jahren wobei ich mir eigentlich einbilde circa 10 gewesen zu sein - aber über die Jahre des Lebens, verschieben sich die Wahrheiten ja manchmal.
Ich wusste nicht das es BDSM heißt aber ich fand es erregend.
Mir ist wie hanne lotte bewusst, das ich dadurch weird bin aber ja tatsächlich, ich fand mich damit immer okay.
Ich kann es nicht an eine Zahl binden, aber ich habe mir schon als Kind vorgestellt, gefesselt uns ausgeliefert zu sein und fand das erregend. Ich wusste halt nicht, dass das BDSM heißt.
Mir war durchaus bewusst, dass ich damit ein bisschen weird bin, aber für mich selber habe ich das von Anfang an akzeptiert.
Spannend fand ich dann jedoch, dass ich in der Rückschau verstanden habe, dass es die Neigung durchaus schon früher in mir gab. So erinnerte ich mich an erste eigene Versuche in der Jugend. Einen Namen hatte ich nicht dafür und gelebt habe ich es auch erst später.
Rückblickend kann ich sagen, dass die Neigung mit Beginn meiner Sexualität bereits vorhanden war, was sich in dem zeigt, was mich besonders erregt hat und ich welche Richtung meine Fantasien liefen, ohne es allerdings so zu benennen. Auch mit meinen ersten Freundinnen habe ich Dinge ausprobiert, die diese allerdings eher verstörend fanden bzw. abgelehnt haben. Mit meiner jetzigen Frau, mit der ich seitdem wir 16 waren zusammen bin, lief die Sexualität aber schnell und irgendwie automatisch in diese Richtung und hat sich immer weiter entwickelt. Das wir BDSMler sind, sagen wir allerdings erst seit einigen Jahren von uns.
Schon als Kind fühlte ich diese seltsame Anziehung, wenn es um Schnüre, Seile und Ketten ging. Außerdem habe ich Comics und anderes gesammelt, wo jemand gefesselt oder irgendwie anders festgehalten wurde. Ich hatte sogar kurz eine Freundin, die gerne "Operation" gespielt hat, was auch eine gewisse Bewegungslosigkeit beinhaltete. Tja, und das berühmte Cowboy und Indianer mit Marterpfahl oder Galgen habe ich auch mit Begeisterung gespielt. Als ich das dann auch sexuell mit meiner ersten Freunding ausgelebt habe, fragten wir beide uns bange, was nicht mit uns stimmt. Erst später begriffen wir, dass es eine Niesche namens S/M, S&M oder einfach Sadomaso gab. Nach einer Weile hieß es dann BDSM. Obwohl ich heute viel abgeklärter bin, ich vermisse doch ein wenig die Neugier und Unbeschwertheit von damals. Man hatte keine Klischees im Kopf, sondern einfach nur drauflosexperimentiert.
Ich habe mit 27 Jahren einen Namen für meine Neigung gefunden.
Wenn ich zurück denke, war sie immer da und die ersten Phantasien zu Unterwerfung und Schmerz bildeten sich bereits mit Beginn meiner Sexualität. Aber ohne einen Namen oder das Wissen darüber, dass es BDSM mit SSC und all ihren anderen Ausprägungen gibt, habe ich mir immer Männer gesucht, in denen diese Art der Sexualität aus Streit entstanden ist. Also nicht gut, da es schließlich kein Safe-Word gab und damit auch der "Rest" der Beziehung zum Scheitern verurteilt war.
Da ich ansonsten aber eine selbstbewusste Frau wurde, die beigebracht bekommen hatte, sich niemals etwas von einem Mann sagen zu lassen, endeten diese Beziehungen immer schnell.
Ich dachte immer, ich sei eben nicht beziehungsfähig.
Auch nach dem ersten Kontakt mit 27, konnte ich noch nicht zu mir stehen und habe weitere 20 Jahre eine Vanilla-Kinderpause eingelegt. Aber nach und nach drängten sich alle meine Phantasien und Bedürfnisse an die Oberfläche und ich wurde immer unzufriedener, ohne es benennen zu können.
Ich musste über 50 werden und eine Tochter bekommen, der ich unbedingt beibringen will, dass sie immer und zu jeder Zeit ehrlich mit sich selbst sein darf und soll und nur den richtigen Rahmen finden muss, um mir selbst ebenfalls die Erlaubnis dazu zu geben.
09.03.2026 um 20:39 Uhr
Ich war schon früh den anderen Voraus. Habe vieles ausprobiert und musste immer wieder feststellen, daß mir das Führen einfach liegt. Ich muss mich nicht verstellen, sondern bin es einfach und fühle mich schon immer damit sehr wohl.