Ein Blues der verpassten Gelegenheiten, eine Geschichte von der verlorenen Zeit und dann, als Abrundung, die Hoffnungslosigkeit einer Erkenntnis. Hier passiert nichts mehr, nicht in diesem Leben.
Oder doch? Der Trost, in eigenen Träumen anderswo zu sein? Ach, die kleine Flucht der Phantasie.
Was macht diese Kurzgeschichte?
Sie verbittet sich jegliche Wertung denn sie zeichnet lediglich ein Bild mit dem sie bei mir folgende Empfindungen hinterlässt.
1. Mann, was für ein armes Huscherl.
2. Mensch, geht es mir gut.
3. Wie kann man sich nur so im Weg stehen?
4. Böses Beispiel, ich muss immer dran bleiben, meine Dinge konsequent verfolgen.
5. Ja, gut, aber weltweit kommen auf die Frau immer noch 10 Andere, denen es bedeutend dreckiger geht.
6. Zu viel Reflexion führt zur Psychomacke. Immer mehr Leute haben ein Ding weg. Nach heutiger Sicht hätte man nach dem letzten Krieg 60 Millionen Deutsche in die Geschlossene stecken müssen.
7. -
Noch etwas verbreitet die Geschichte, Aura. Der ganze Ablauf liegt hinter einem dicken Nebel, der mich beim Lesen einhüllt, ängstigt und ab und an einen flüchtigen Blick in eine andere Welt gestattet.
Nachtasou, mich gruselt. Du hast mich in eine Welt mitgenommen, in die ich nicht will. Dieser Text bewegt mich, er regt mich zum Nachdenken an.
Feiner Pinsel! Vielen Dank für diese überaus gelungene Kurzgeschichte.
»Der Ast«
von Nachtasou
Irene überlegt, ob sie weiterschlafen solle und ob es ihr möglich sein würde, an ihren Traum von eben anzuknüpfen. Sie drückt ihre Hände in den Schoß und schließt die Augen, geht zu den zwei jungen und biegsamen Birken, stellt sich zwischen sie und streckt ihre Arme nach ihnen aus.
Die BDSM-Geschichte lesen: »Der Ast« von Nachtasou