Ich las diesen schönen Text mit dem Gefühl des Dahinplätscherns. So langsam strömend, wie das Leben der beiden Protagonisten. Die Phasen eines Lebens, nein zweier Leben, die erst getrennt voneinander dahin fließen, sich für eine Zeit vereinen, dann wieder auseinander driften, um letztendlich doch gemeinsam zu einem Strom zu werden, der sich dem Meer des Ewigen nähert.
Schade fand ich, obwohl vermutlich für sehr viele Paare leider nicht fiktiv, das Auseinanderdriften aus Mangel an Zeit sowie Bereitschaft, sich diese zu nehmen. Da ist man schon vom Glück geküsst und komplementär in der Neigung und dann lässt man einander doch gehen. Dass sie wieder zueinander fanden, ich vermutlich leider auch nur das Wunschdenken einer romantischen Seele.
Wie gesagt, der Text spricht mich an. Was mir nicht so gut gefällt, ist das Ende. Es kommt (mir) zu plötzlich und auch zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Ich habe mit Strg F geschaut, jeder von beiden sagte "aber" und nun soll sie plötzlich "frech"gewesen sein und wird bestraft? Schöner hätte ich es gefunden, wenn ein anderer Weg gefunden worden wäre, um aufzuzeigen, dass beide doch noch in ihrer Submission und seiner Dominanz einen befriedigenden Weg mit- und füreinander gefunden haben.
Aber diese Kleinigkeit am Ende tut dem Ganzen keinen Abbruch, es bleibt dennoch schön.
»Spätere Romantik«
von Gregor
Sascha und Karina trennten sich, nachdem ihre Kinder eigene Wohnungen bezogen hatten. Einige Jahre später sitzen sie auf der Terrasse hinter dem Haus in der Altmark und fragen sich, ob sie alles richtig gemacht haben in ihrem Leben.
Die BDSM-Geschichte lesen: »Spätere Romantik« von Gregor