Liebe Rosenrot:, ein wenig bin ich hin- und hergerissen. Die Zeilen habe ich jetzt gleich zwei Mal gelesen und je länger ich darüber nachdenke, desto greifbarer wird das, was Du da beschreibst. Die Zerrissenheit, die ab und an aufkommende Wut, die Hoffnung, das Gefühl neues zu entdecken, wieder geliebt zu werden. Ja, auch das Gefühl enttäuscht zu werden, nicht zu genügen, nicht die Eine zu sein. Man spürt den Kampf, den sie mit sich ausficht, kann viele Situationen nachvollziehen, leidet ein bisschen mit. Auf der anderen Seite kann ich mich mit ihm nicht so recht anfreunden. Okay, er weiht sie in seine Neigung ein, beginnt virtuell mit ihr verschiedenes auszuprobieren, weist sie aber immer wieder ab. Da fehlt mir ein wenig die Fürsorge, die für mich zu Dominanz unabdingbar dazugehört.
Eines möchte ich noch unbedingt erwähnen. Auch wenn der Text an sich flüssig zu lesen ist, gibt es doch herausragende Momente wie
aber sie wollte nicht aussehen wie eine vom Land, wo man eben praktischer gekleidet war
bei denen ich sofort lächeln musste.
Danke für einen Text der nachwirkt, den man mehr als einmal lesen sollte, der mir wirklich gut gefallen hat.
»Die Ahnungslose«
von Rosenrot
Seine Mails hatte sie genossen, geistreich, ungewöhnliche Wortwahl, kurze, zutreffende Beschreibungen und kein einziger Rechtschreibfehler. Sie schrieben und telefonierten. Er hatte eine wunderschöne Stimme. Sie schlug vor, sich in der Stadt zu treffen.
Die BDSM-Geschichte lesen: »Die Ahnungslose« von Rosenrot