Danke. Euer Podcast deckt sich mit meinen Auffassungen. Ich habe einen ergänzenden Gedanken.
In dem Moment, in dem schreibende Menschen einen literarischen Anspruch an ihre Geschichten legen, brauchen sie die Regeln der Schattenzeilen kaum noch, denn sie ergeben sich genau aus diesem Eigenanspruch. Ich möchte meine Sicht hierzu kurz aufschreiben, weil ich in meiner Freizeit hin und wieder auf den Schattenzeilen lektoriere.
An eine Geschichte lege ich nicht den Maßstab einer Verlagsveröffentlichung. Aber Eigenanspruch erwarte ich. Niemand ist perfekt und niemand ist genial. Eine Geschichte ist Arbeit. Wenn ich spüre, dass eine Geschichte lediglich runtergeschrieben wurde und im Anschluss ein Rechtschreibprogramm die Fehler beseitigt hat, denke ich, dass hier kein Eigenanspruch im Text liegt. Das Schreiben einer Geschichte geht schnell. Danach beginnt die Arbeit. Fließt mein Text? Ist er rund? Passt der Ablauf oder gibt es Logikfehler? Gibt es eine Handlung, die über technische Beschreibungen hinausgeht? Hat der Text einen Spannungsbogen, eine Pointe? Hat der schreibende Mensch etwas zu erzählen? Wo liegt die Geschichte im Text?
Mühe genügt. Ein schreibender Mensch, der sich bemüht und seine Geschichte erarbeitet, ist mir ein Lektorat wert, insbesondere, wenn er sich nicht eingeschnappt zurückzieht, wenn ich mehrere Stunden Arbeit in seinen Text gesteckt habe.
»Podcast: Nicht alles wird veröffentlicht«
von Jona Mondlicht und Devana
In der dritten Podcast-Folge unterhalten wir uns über gute BDSM-Geschichten. Und darüber, warum nicht jeder Text auf den Schattenzeilen veröffentlicht wird.
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