Jona Mondlicht führte dieses Interview am 07.02.2005.
Mallard, wie kamst Du zu Deinem Nicknamen?
Mir gefiel der Klang so gut, ebenso wie die enthaltene Bedeutung »männliche Wildente« und »böse Kunst«. Die Wildente ist in gewisser Beziehung sehr aktiv, dabei unabhängig und mitunter recht dominant. Ich finde, es ist aber auch ein weicher Name, was auch manchmal passt, zum Beispiel für eine submissive Anwandlung.
Bezieht sich die »böse Kunst« auf Deine Texte mit BDSM-Inhalt?
Sollte vielleicht einmal so sein. Ist aber nicht ganz gelungen, finde ich. Aber das ist für mich noch einmal eine Anregung, über eine »schwarze Geschichte« oder so etwas nachzudenken.
Was würdest Du unter einer »schwarzen Geschichte« verstehen?
Ich meine eher eine »coole« Geschichte. Eine Geschichte, die nicht bemüht ist, um jeden Preis Lust zu wecken oder die Lust zu beschreiben, das klappt sowieso meist nicht so bei mir. Sie bleibt auf Distanz und spielt mit den Elementen; sie kann ein bisschen böse sein. Zum Beispiel gibt es Erlebnisse, bei denen alles anders kommt, als vom Leser gedacht, bei denen die Session daneben geht oder einfach nur komisch wird. Hier und da gibt es ja solche Sachen in den Schattenzeilengeschichten.
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04.12.2016 um 12:25 Uhr
Da ich bisher (leider erst) zwei Geschichten von diesem Autor gelesen habe, hat mich das Interview sehr interessiert.
BDSM entsteht im Kopf.
Einige Sichtweisen kann ich gut nachvollziehen, andere Gedanken hatte ich so bisher noch gar nicht.
Jedenfalls werde ich dadurch nicht dümmer, aber wohl differenzierter.
Mir hat dieses Interview gut gefallen. Wie würde es wohl heute aussehen, da mittlerweile 11 Jahre vergangen sind?
Die "treibende", bzw. kreative Kraft hinter den Geschichten zu erahnen ist sehr informativ und spannend.
Vielen Dank für dieses Portal.
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