Diese Geschichte "rund" zu machen, hätte mich vor zwei Schwierigkeiten gestellt:
1.) Die zeitliche Rückblende birgt die Gefahr, dass bei einem so kurzen Text der Lesefaden reißt
2.) Die Ich-Form in der Gegenwart bringt Nähe, macht es aber schwierig, die andere Figur heranzurücken
Beides hast Du gelöst:
zu 1.) Die äußere Situation ist zu beiden Zeiten gleich: Erik sitzend auf dem Sofa
zu 2.) Eriks innere Vorgänge schildert die Ich-Erzählerin allein über Beobachtbares (Zeichen von Unruhe). Und die Pointe der Geschichte ist ja sogar, dass beide dasselbe innere Anliegen haben, wie sich herausstellt.
Alle Teile (2 Personen, 2 Zeiten) sind wunderschön miteinander verklammert, mehr noch: gespiegelt. Dadurch wirkt es so kompakt. Von einer Konzentrationsstörung kann in der Architektur der Geschichte also keine Rede sein
Persönlich ansprechend find ich die Klavierszene, und die Art der Berührungen. Da sirrt die Luft (Lust) mehr als im "Baumarkt-SM".
Eileen, der Titel fällt mir aus dem Rahmen. Auch wenn er in der Klavierszene passt. Er weckte bei mir ein ganz anderes Feld von Erwartungen. Aber okay, vielleicht ging es nur mir so. "Someone Like You" kommt im Text vor, und wäre eine mögliche Wahl gewesen (?).
16.11.2015 um 23:46 Uhr
Die Idee ist sehr nett, doch was dann kommt, läßt zwar viel Raum für das eigene Kopfkino, doch ich hätte gern noch ein wenig mehr davon gelesen :)
Gruß,
Mr.G.
Antworten, Zitieren, Kontaktieren, nach oben