Hach wie schön...!
Ich weiß natürlich, dass es dominante Wesen gibt, die solchen Ansprachen nichts abgewinnen können. Topping from the bottom ist etwas, was manche(r) nicht mag oder gar als ungeheuerlich empfindet. Wenn man es aber aus dem Blickwinkel der Kommunikation betrachtet, wenn man schaut, wie wichtig, gerade in BDSM-Beziehungen, gegenseitige Rückmeldung, das einander lesen und verstehen können ist, kann so eine Ansprache eine Bereicherung sein. Dient sie doch letztlich der Steigerung der (gegenseitigen) Lust.
Sprachlich fein geschrieben, eine wunderbare Mittagspausenlektüre und so ganz anders als Dein erster Text, liebe Campanula. Auch ich hätte hier gern einen Stern mehr vergeben, danke, dass ich diese Zeilen lesen durfte.
19.09.2021 um 12:53 Uhr
Hans Bergmann: Ein sehr guter Einwand. In der Liebe genau wie in der BDSM-Begegnung muss man viel kommunizieren, verbal und auch nonverbal. Nur so kann man sich aufeinander einstellen und den Gegenüber kennenlernen. Den perfekten Dom gibt es nicht und wer annimmt, der Dom müsse sich nicht auf seine Sub einstellen, sondern einfach nur machen, lässt völlig Zweisamkeit und Zuneigung außen vor. Und das kann es, zumindest für mich, nicht sein. Es ist immer ein Drahtseilakt zwischen Fürsorge und Härte. In der Praxis kenne ich Subs, die es als störend empfinden, wenn sie etwas beitragen sollen und deswegen nicht völlig fallen lassen können. Hier muss aber auch ich als Dom sagen, dass mir das Gefühl ebenso wie das Kennenlernen meiner Partnerin zu wichtig ist um auf Rückmeldung und Hinweise zu verzichten. Alles in allem also eine schöne Fantasie so von der Sub in ihre Bedürfnisse und Vorstellungen eingeweiht zu werden. Vielleicht dient es ja einigen devoten Menschen als Vorlage um ihrem Herrn weiterzuhelfen und keine perfekten Gedankenleser vorrauszusetzen.
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