Beste Maren
Verregnete, zu kühle Jahre mit Kartoffelfäule, Hungersnöte, Armut und Besatzung. Ein Traum von Freiheit, der bis heute politisch nachwirkt auf der Insel. Das ist mal ein historischer Hintergrund! Darin wird eine mystische Geschichte hineingeschrieben. Dieser Bruch setzt Kräfte frei. Das gefiel mir sehr.
Gerade bedauerte ich, dass diese Geschichte nicht besser platziert ist, als ich auf das Malheur stieß. So, so schade.
Da hängt nämlich eine Rahmenhandlung wie ein Blinddarm hinten dran. Dagegen ist nichts einzuwenden. Ich glaub, die Technik hier nennt sich „ästhetischer Illusionsbruch“ oder romantische Ironie. Dass die Geschichte im Entstehungsverlauf gespiegelt wird, wär angemessen. Leider ist das misslungen, oder ich versteh die Bezüge nicht zwischen dem wundvollen Irland und diesem Besserwisser-Ehemann, dem die Haare aus den Ohren wachsen. Hätte man den nicht einfach vorher erschießen können oder sowas? Das liest sich wie eine Betriebsanleitung zum Lesen der Geschichte, und Leser für doof halten ist eine Todsünde beim Schreiben.
Ich komm so schwer mal in romantische Stimmung und dann ärgern mich solche Ehemänner, die alles kaputt machen *g.
Bei mir entsteht der Verdacht, dass der Sprung aus der Geschichte heraus deshalb geschah, weil Dir zur Geschichte nichts mehr einfiel, oder sie Dir peinlich wurde. So war das bestimmt nicht! Aber der Eindruck entsteht. Und den musste ich wie eine Mücke wieder verscheuchen.
Allergrößten Respekt vor der tollen Recherche zur Historie, … Das ist wie eine Verbeugung vor dem Leser und dafür kommt man ohne Umweg in den Autorenhimmel (und alle Todsünden sind verziehen)!
»Irland«
von Maren
Ich wollte fort nach Amerika. Ein neues Leben in der neuen Welt, eine Frau, die mir folgt. Aber die Engländer sind fort, ich kann bleiben. Endlich hat Irland eine Zukunft. Dieses gute Ende ist tatsächlich kaum zu glauben.
Die BDSM-Geschichte lesen: »Irland« von Maren