Ob er tatsächlich wütend war, vermochte sie nicht zu sagen. Vergeblich versuchte sie, sich zu wehren, gegen seinen festen Griff und seine rohen Kräfte hatte sie keine Chance. Er hätte sich kaum eine härtere Strafe für sie ausdenken können und sie verstand plötzlich, was er mit seinen Worten gemeint hatte: Du wirst mich hassen.
»Du brauchst wohl mal eine kleine Abkühlung. Anscheinend glüht nicht nur dein Arsch, sondern auch dein Gehirn!« herrschte er sie an. Ob er tatsächlich wütend war, oder ob seine Reaktion ganz einfach zum Spiel gehörte, vermochte sie nicht zu sagen. Er zog sie aus dem Raum hinaus, durch eine Tür in ein angrenzendes, weiß gefliestes Badezimmer. Ihr Blick fiel auf eine Duschkabine an der gegenüberliegenden Wand. Plötzlich wusste sie, was er vorhatte, schlagartig wurde es ihr klar und ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen. Er wollte sie unter die Dusche stellen und aufgrund seiner eben ausgesprochenen Worte wusste sie, dass das Wasser nicht warm, sondern eiskalt sein würde.
Ihr war nicht klar, ob Matthias es ihm verraten hatte, oder ob es Zufall war. Sie hasste kaltes Wasser. Sowohl Matthias als auch ihre beiden Jungs, die alle drei begeisterte Surfer waren, belächelten sie aufgrund dieser Tatsache. Matthias hatte öfter bemerkt: ›Du bist so wasserscheu wie eine Katze‹. Aber eigentlich bezog sich ihre Abneigung nicht auf Wasser im Allgemeinen, sondern nur auf kaltes Wasser. Wenn sie im Sommer mit ihrer Familie am Strand war, ging sie entweder überhaupt nicht ins Wasser oder sie brauchte eine Ewigkeit, bis sie sich überwunden hatte, so weit hinein zu waten, dass sie schwimmen konnte.
Vergeblich versuchte sie, sich zu sperren und zu wehren, gegen seinen festen Griff und seine rohen Kräfte hatte sie nicht den Hauch einer Chance. Für einen Moment spielte sie sogar mit dem Gedanken, das Codewort zu sagen, doch er schien ihre Gedanken direkt aus ihrem Gesicht ablesen zu können.
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14.11.2021 um 13:25 Uhr
In der Nachlese tauchte der erste Teil dieser Geschichte auf, die Ausgangssituation hat mein Interesse geweckt, sodass ich nachfolgend auch die Teile Zwei bis Fünf gelesen habe. Die Session ist sehr schön beschrieben, allerdings konnte die Handlung für mich nicht einlösen, was die Exposition versprochen hatte, denn dafür, dass ein echter Grenzgang in Aussicht gestellt worden war, blieb das Geschehen doch erstaunlich konventionell.
Nüchtern betrachtet ist das mit dem Codewort natürlich leicht zu erreichen: Jeder Mensch hat eine Schmerzgrenze, bei deren Überschreitung das Spiel endet. Insofern hätte der Protagonist das auch simpler haben können: einfach zu Beginn schon so lange und so hart zuschlagen, dass sie aufgibt (oder körperliche Schäden drohen, bei denen Dom abzubrechen hat, falls Sub nicht mehr in der Lage ist, eigenverantwortlich zu handeln). Schwieriger wird's nicht.
Das wiederum führt mich zu der Frage: Wozu das alles? Und ich komme zu dem Schluss, dass das Provozieren des Codeworts letztlich nur ein Vorwand war, um der Protagonistin eine denkwürdige Session zu bescheren. Das Ganze war ein pures "Als ob", ein Rollenspiel, in das sie sich lustvoll hineinimaginiert hat. Somit ist selbst das Aussprechen des Codeworts am Ende noch Teil des Spiels.
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