Was für eine Demontage!
Ganz nah und spürbar eilt Gevatter Hein durch die fast geleerten inneren Räume und zieht seine Sense durch die Reste von Hoffnung auf Liebe. Der Schnitter zerstört konsequent alle verworrenen Ideen, durch besondere Hingabe zum wahrhaften Glück zu finden.
Der Text ist unter größtmöglichem Verzicht auf Hilfsverben und Adjektive geschrieben, er wirkt eindringlich, finster und direkt.
Tröstliches finde ich nicht, bis auf die erfreuliche Konsequenz, dass sich (zumindest bei uns) jeder das Glas aussuchen kann, aus dem er trinkt.
Mir, als einfachem Leser, hat der Text seit gestern früh die Libido geplättet. Ich hoffe, das wird wieder.
Dennoch, danke für die Geschichte.
»Ich liege«
von Lareine
Du bekommst von mir, was du möchtest, denn du sagst es mir. Oder du tust, was du möchtest, so wie du es heute getan hast. Ich sollte mich ausziehen und in die Badewanne legen. Du hast mir die Haare gewaschen, hast mich rasiert. Deine Berührungen waren nicht zärtlich, sondern effektiv. Du hast kein Wort gesprochen und mich das Ungewisse aushalten lassen.
Die BDSM-Geschichte lesen: »Ich liege« von Lareine