"Robert hatte ihr erklärt, dass es für ihn keinen Sinn mehr machte, er sich eine ernsthafte und richtige BDSM-Beziehung wünschte und das ja so mit ihr nicht möglich war"
Das Vertrauen und die Zustimmung einer Sub sind ein Geschenk, erst ab diesem Geben kann aus einem Mann ihr Dom werden. Mag sein, dass jemand sich selbst als Dom bezeichnet, lasse ich gelten im Sinne von, dass er bereit ist Verantwortung zu übernehmen in der dominierenden Rolle, bleibt noch die Frage ob er wirklich fähig und reif ist für ihr Geschenk der Hingabe. Ob er dem Anspruch gewachsen ist, zeigt sich in seinem generellen Umgang mit der Frau die bereit ist seine Sub zu sein.
Die andere Frage ist, wie sehr ist er sich den eigenen Bedürfnissen bewusst und kann er ihr das vermitteln?
In dem Fall sage ich krass, er war dem nicht gewachsen und sie schon gleich gar nicht. Es ist unschön und traurig, wenn sich mit der Zeit zeigt, dass zwei Menschen in diesen ihren Bedürfnissen doch nicht kompatibel sind, es gibt jedoch dennoch Wege und Möglichkeiten, sich mit Anstand und ohne nachzutreten zu trennen.
Was war das denn was er bis dahin mit ihr hatte wenn am Ende _so_ ein Spruch kommt? Eine nicht-ernsthafte und falsche BDSM Beziehung?
Es liest sich so, als sei er sich sehr viel früher oder überhaupt vorab schon bewusst gewesen was seine Richtung ist. Darüber wäre zu sprechen gewesen, im Vorfeld und in einem Rahmen der es auch ihr ermöglicht hätte offen und ehrlich zu sein.
Das ist die Basis, Begegnung auf Augenhöhe, alsdann sie sich jeweils auf ihren angestrebten Part in den Sessions begeben und hinterher wieder Begegnung auf Augenhöhe und ehrlich miteinander sprechen was geht und was nicht und ab wo es beim besten Willen nicht mehr kompatibel ist.
Dann hätten sie sich im Guten trennen können, mit wertschätzender und respektvoller Akzeptanz für das was sie als gute Zeit miteinander hatten. Beide reicher um Erfahrung und Erkenntnis der eigenen Bedürfnisse.
19.06.2016 um 00:52 Uhr
Ein Text, der mich den verdrängten Schmerz, die Verzweiflung, einen Menschen, den ich liebe, zu verlieren, sehr gut wieder spüren lässt. Ein Text, der mich, die sich noch am Anfang dieser Abenteuerreise befindet, nachdenklich macht.
Aber auch ein Text, der mich trotzig mit dem Fuss aufstampfen lässt, um zu sagen: "Hey, nur, weil unsere Bedürfnisse nicht zusammen passten, lasse ich mich nicht als minderwertig abstempeln. Geh Du und suche Dein Glück woanders; ich werde dasselbe tun."
Danke, eileen, für das prophylaktische Mut machen. Das Gefühl heb ich mir auf. Man weiss nie, für wann.
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