Für Andrea brach die Welt zusammen. Ihr Dom und der Mann, den sie liebte, wollte sie verlassen. Er sehnte sich nach einer ernsten BDSM-Beziehung, was ihm mit Andrea nicht möglich schien. Am Tag nach dem niederschmetternden Gespräch kann sie nur in ihrer Wohnung sitzen, Erinnerungen nachhängen und sich selbst fragen, was da passiert ist.
Die Sonne strahlte freundlich am makellos blauen Himmel und schon jetzt am Morgen war es angenehm warm. Andrea saß auf dem breiten Fensterbrett in ihrem Wohnzimmer und hätte schreien können. Warum konnte der Himmel nicht grau sein, die Stadt von kalten und beständigen Nieselregen bedacht? Oder noch besser ein heftiges Gewitter, tiefschwarze Wolken, Donner, der auf die Häuser brüllte und Blitze, die in Bäume und Telefonmasten krachten. So ein Blitz könnte auch das dämliche Pärchen treffen, das gerade händchenhaltend unter Andreas Fenster vorbeiging. Noch während sie das dachte, spürte sie schon wieder Tränen in sich aufsteigen, zum wievielten Mal seit gestern Abend? Sie wusste es nicht und eigentlich wäre ihr die Frage, wann das wieder aufhören würde, wichtiger gewesen.
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Finde diese Fragestellungen sehr wichtig in dem Text. Sie scheint mir eindeutig zu wenig masochistisch für ihren Partner zu sein. Da ist ein Ungleichgewicht. Warum sollte sie sich das weiter antun? Diese Schmerzen? Diese Qualen? Nur aufgrund ihrer Gefühle? Und sich dann noch ein schlechtes Gewissen dabei machen zu lassen. Nicht zu genügen. Eine Trennung ist immer schwierig, aber hier eindeutig besser für die Protagonistin.
Danke für diesen Text, der mir zeigt, das ich nicht allein bin mit diesen Gedanken. Auch wenn ich so eine Situation wie in dieser Geschichte selbst noch nicht erlebt habe...
"Robert hatte ihr erklärt, dass es für ihn keinen Sinn mehr machte, er sich eine ernsthafte und richtige BDSM-Beziehung wünschte und das ja so mit ihr nicht möglich war"
Das Vertrauen und die Zustimmung einer Sub sind ein Geschenk, erst ab diesem Geben kann aus einem Mann ihr Dom werden. Mag sein, dass jemand sich selbst als Dom bezeichnet, lasse ich gelten im Sinne von, dass er bereit ist Verantwortung zu übernehmen in der dominierenden Rolle, bleibt noch die Frage ob er wirklich fähig und reif ist für ihr Geschenk der Hingabe. Ob er dem Anspruch gewachsen ist, zeigt sich in seinem generellen Umgang mit der Frau die bereit ist seine Sub zu sein.
Die andere Frage ist, wie sehr ist er sich den eigenen Bedürfnissen bewusst und kann er ihr das vermitteln?
In dem Fall sage ich krass, er war dem nicht gewachsen und sie schon gleich gar nicht. Es ist unschön und traurig, wenn sich mit der Zeit zeigt, dass zwei Menschen in diesen ihren Bedürfnissen doch nicht kompatibel sind, es gibt jedoch dennoch Wege und Möglichkeiten, sich mit Anstand und ohne nachzutreten zu trennen.
Was war das denn was er bis dahin mit ihr hatte wenn am Ende _so_ ein Spruch kommt? Eine nicht-ernsthafte und falsche BDSM Beziehung?
Es liest sich so, als sei er sich sehr viel früher oder überhaupt vorab schon bewusst gewesen was seine Richtung ist. Darüber wäre zu sprechen gewesen, im Vorfeld und in einem Rahmen der es auch ihr ermöglicht hätte offen und ehrlich zu sein.
Das ist die Basis, Begegnung auf Augenhöhe, alsdann sie sich jeweils auf ihren angestrebten Part in den Sessions begeben und hinterher wieder Begegnung auf Augenhöhe und ehrlich miteinander sprechen was geht und was nicht und ab wo es beim besten Willen nicht mehr kompatibel ist.
Dann hätten sie sich im Guten trennen können, mit wertschätzender und respektvoller Akzeptanz für das was sie als gute Zeit miteinander hatten. Beide reicher um Erfahrung und Erkenntnis der eigenen Bedürfnisse.
Ein Text, der mich den verdrängten Schmerz, die Verzweiflung, einen Menschen, den ich liebe, zu verlieren, sehr gut wieder spüren lässt. Ein Text, der mich, die sich noch am Anfang dieser Abenteuerreise befindet, nachdenklich macht.
Aber auch ein Text, der mich trotzig mit dem Fuss aufstampfen lässt, um zu sagen: "Hey, nur, weil unsere Bedürfnisse nicht zusammen passten, lasse ich mich nicht als minderwertig abstempeln. Geh Du und suche Dein Glück woanders; ich werde dasselbe tun."
Danke, eileen, für das prophylaktische Mut machen. Das Gefühl heb ich mir auf. Man weiss nie, für wann.
11.05.2020 um 01:17 Uhr
Finde diese Fragestellungen sehr wichtig in dem Text. Sie scheint mir eindeutig zu wenig masochistisch für ihren Partner zu sein. Da ist ein Ungleichgewicht. Warum sollte sie sich das weiter antun? Diese Schmerzen? Diese Qualen? Nur aufgrund ihrer Gefühle? Und sich dann noch ein schlechtes Gewissen dabei machen zu lassen. Nicht zu genügen. Eine Trennung ist immer schwierig, aber hier eindeutig besser für die Protagonistin.
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