Begibt sie sich auf ihre Knie und senkt sich ihr Blick zu Boden, dann ist es dieser Moment, in dem eine Transformation stattfindet. Ein Moment des Sammelns, der Vorbereitung auf das, was kommen mag, eine Spannung erzeugend bis zu dem Moment, in dem ich sie auffordere, mich anzuschauen.
Info: Veröffentlicht am 07.03.2007 in der Rubrik BDSM.
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Wüsste ich es nicht besser, könnte ich ihr Verhalten, ihre aufgesetzte Übellaunigkeit und ihre schnippischen Antworten, ihre frechen Blicke und Gesten, als eine reine Herausforderung und Provokation bezeichnen. Doch es ist mehr und weniger als das. Mehr, weil es ihr nicht um die Provokation an sich, sondern um das Erreichen ihrer Ziele, ihrer geheimen Wünsche geht, die nur ich ihr so und in der mir eigenen Art erfüllen kann, da sie nur mir ihre blinden Flecken und Schatten zeigt, die vor ihr selbst oft noch verborgen sind, bis ich sie ans Licht zerre, manchmal zu ihrem Schrecken, meist zu ihrer Überraschung, doch stets zu ihrer Lust. Weniger, weil sie sich in solch aufmüpfigen Momenten ihres eigenen Verhaltens nicht voll bewusst ist, ist sie doch von ihrer eigenen Gier, ihren Sehnsüchten und Lüsten derart angetrieben, dass allein diese und nicht mehr ihr bewusster Wille ihr Handeln bestimmen, ihr Handeln, das danach strebt, gestoppt und in die Schranken verwiesen zu werden, ihr Handeln, das mit jeder Geste, jedem Wort danach schreit, sie zu nehmen, zu beherrschen und zu erniedrigen.
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Einige Deiner Geschichten-Beiträge kreisen immer wieder um „mentale Penetration“. Ein Hirn ist aber weniger dehnbar als eine Möse. Bei der jetzigen Geschichte fehlt mir deshalb etwas: eine winzige Spur wenigstens der Rückversicherung, ein Hauch der Skepsis auf Seiten der Hauptperson seinem vermeintlichen Wissen gegenüber.
Daraus schließe ich, dass das Ich in der Geschichte nicht der Frank ist, denn Dein Profiltext handelt zwar auch von der Hirnwühlerei, aber mit anderem Ergebnis.
Was soll dann aber die Geschichte? Ein Gedankenspiel vielleicht: was wäre, wenn ich alles, aber auch alles über meine Gegenüber wüsste, die totale Nacktheit also.
Das würde ich dann nicht mehr Intimität nennen können. Denn diese wäre wie Penetration im Sinne von Durchschuss.
In dieser Geschichte wird nicht mehr geschaut, sondern hindurch-geschaut. Und was sieht man da? Die Tapete der gegenüber liegenden Wand.
Es gibt den Wunsch „völlig verstanden“ zu werden. Aber es wäre wahrscheinlich die Hölle, so wie in der Geschichte, bis in den letzten Winkel hinein ausgeleuchtet zu sein. Dann müsste nämlich am Ende auch gesagt werden müssen: ich bin nicht mehr neugierig auf Dich, denn es gibt keine Überraschungen und Geheimnisse mehr. Das klänge aber nicht nach Ophion-O-Ton Deshalb find ich den Text provozierend.
Der letzte Absatz rückt dann wieder von dieser Hybris ab. Entweder passt Text mit dem Abschluss-Absatz nicht zusammen, oder ich bin auf dem Holzweg mit meiner Lesweise.
Danke für diese kostbaren Sekunden voller Zuneigung und Liebe in diesem ganz heiligen und intimen Moment. Ich glaube es gibt nichts Schöneres. Ich mochte ihren "Kampf" und seine Gedanken bis zu dieser Hingabe.
08.02.2021 um 20:47 Uhr
Hat was. Kurz und auf den Punkt.
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