Für einen Tag wirst du mein Leben bestimmen, für 24 Stunden gebe ich es in deine Hände. Du erhältst die vollkommene Kontrolle über alles, was mich und mein Leben ausmacht. Mein Körper wird sich für dich öffnen, wo und wann immer du willst.
Info: Veröffentlicht am 23.03.2007 in der Rubrik BDSM.
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Ein »Freibrief« an den Geliebten ...
An meinen Liebsten,
mit diesen Zeilen möchte ich Dir ein ganz besonderes Geschenk machen. Es ist ein Geschenk meiner großen Liebe und eine Gabe der ganz besonderen Art. Ich schenke Dir einen Tag meines Lebens. Für einen Tag wirst Du mein Leben bestimmen, für 24 Stunden gebe ich es in Deine Hände. 1440 Minuten erhältst Du die vollkommene Kontrolle über alles, was mich und mein Leben ausmacht. Meine Gedanken werden bei allem, was ich nach Deinem Willen tun werde oder Du mit mir tun wirst, von der ganzen Liebe zu Dir erfüllt sein. Denn ich werde nichts hinterfragen und keine Zweifel hegen, egal, was Deine Bestimmung für mich sein wird.
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Den Text habe ich heute entdeckt. Etwas älter, etwas angestaubt, aber durchaus zum Nachdenken verleitend.
Es ist ein Brief, keine Geschichte. Die Situation, in der dieser Brief übergeben wird, die Beziehung, in die er trifft, das was folgt, bleiben unbeschrieben, genauso der Absender, als auch der Empfänger.
Sprachlich ist das ohne Stolperfallen, lesbar, ohne literarischen Anspruch - Gebrauchsliteratur.
Was mich zum Nachdenken bringt, sind die Unstimmigkeiten im Text, verbunden mit der Frage, warum schreibt der Autor das und was will er damit sagen. Das ganze Geschenk klingt wie eine anstrengende Aufgabe, als ob hinterher Dankbarkeit gefordert wird. Für Unterwerfung kommt das ganze zu dominant daher.
Die einzige in sich schlüssige Deutung, die sich für mich ergibt, ist dass ein dominanter Mann, ohne erste Erfahrungen, sich eine unerfahrene Geliebte erträumt, die ihm diesen Brief schreibt. Und er nun immer und immer wieder träumt, was er tun muss, damit, aus diesem einmaligen eher zögerlichen Geschenk, dessen Größe dermaßen betont wird, echte Unterwerfung wird. Ob Realität oder nur Kopfkino ist unerheblich.
Mit der Einbettung dieses Briefes in eine Geschichte von einem Paar, dass sich dadurh besser zusammenfindet oder danach getrennte Wege geht, hätte mir der Text besser gefallen.
Dieses Geschenk kommt mir leider wie ein Almosen daher.
Es liest sich für mich, als wäre da eine Vanilla mit einem Dom zusammen, die gerade versuchen die gegensätzlichen Neigungen unter einen Hut zu bringen.
Sie bietet ihm dann in einem scheinbaren Akt der Großzügigkeit an, ein Mal für 24 h ein Dom sein zu dürfen.
Unter dem Mantel des BDSM kommt die große Liebe daher. Und ich spüre sehr gemein die kalte Asche, die sich nach der Benutzung des Geschenkes über die große Liebe breiten wird.
Respekt, diese Geliebte ist in ungewöhnlich konsequenter Weise dominant.
Ich muss gestehen, dass ich die Idee Gutschein gut finde, frage mich allerdings, warum sich diese Hingabe auf einen Tag, auf 24 Stunden begrenzen soll. Frage mich, ob es dann wirkliche Hingabe oder doch eher "nur"einmalige Erfüllung geheimer Wünsche ist.
Geschrieben fand ich den Gutschein gut, schön formuliert, mehr als eindeutig.
Nachdenklich - ein gewaltiger Gutschein, der absolutes Vertrauen voraussetzt, dann aber diese Wendung, nur einmalig und noch dieser Schlusssatz. Warum nur einmalig? Es fühlt sich einem Gutschein an, bei dem man hofft, dass er nie eingelöst werden soll...
Eine wirklich schöne Idee und ein sehr wertvolles Geschenk, wenn es auch so von Herzen gegeben wird. Was bleibt ist die Hoffnung, dass der Beschenkte das auch zu schätzen weiß und mit Sorgfalt mit diesem Geschenk umgeht. Erst dann wird der Schatz zu etwas ganz Besonderem von unschätzbarem Wert ... ein Geschenk des Himmels.
12.03.2020 um 09:09 Uhr
Den Text habe ich heute entdeckt. Etwas älter, etwas angestaubt, aber durchaus zum Nachdenken verleitend.
Es ist ein Brief, keine Geschichte. Die Situation, in der dieser Brief übergeben wird, die Beziehung, in die er trifft, das was folgt, bleiben unbeschrieben, genauso der Absender, als auch der Empfänger.
Sprachlich ist das ohne Stolperfallen, lesbar, ohne literarischen Anspruch - Gebrauchsliteratur.
Was mich zum Nachdenken bringt, sind die Unstimmigkeiten im Text, verbunden mit der Frage, warum schreibt der Autor das und was will er damit sagen. Das ganze Geschenk klingt wie eine anstrengende Aufgabe, als ob hinterher Dankbarkeit gefordert wird. Für Unterwerfung kommt das ganze zu dominant daher.
Die einzige in sich schlüssige Deutung, die sich für mich ergibt, ist dass ein dominanter Mann, ohne erste Erfahrungen, sich eine unerfahrene Geliebte erträumt, die ihm diesen Brief schreibt. Und er nun immer und immer wieder träumt, was er tun muss, damit, aus diesem einmaligen eher zögerlichen Geschenk, dessen Größe dermaßen betont wird, echte Unterwerfung wird. Ob Realität oder nur Kopfkino ist unerheblich.
Mit der Einbettung dieses Briefes in eine Geschichte von einem Paar, dass sich dadurh besser zusammenfindet oder danach getrennte Wege geht, hätte mir der Text besser gefallen.
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