Als er ihr auf der Party eines Kollegen die Hand drückt, überkommt ihn ein seltsames Gefühl. Bekannt kommt sie ihm vor, und als sie ihre Hände hebt, um eine Vase zu greifen, beginnt er zu verstehen. In der sich abkühlenden Nachtluft legt er seine Erinnerungen und eine Leidenschaft frei, Stück für Stück, Bild für Bild.
Als er ihr die Hand drückte, überkam ihn ein seltsames Gefühl. Eine Vertrautheit, die er sich nicht erklären konnte. Er kannte sie nicht, ihr Mann war ein Arbeitskollege, der diesmal seine jährliche Party im eigenen Haus veranstaltete. Er sah in ihre grauen Augen, die ihn freundlich ansahen. Nach ihm kamen wieder Gäste und er nahm sich ein Glas und ging weiter. Dann drehte er sich um, um sie zu beobachten. Sie trug ein schmales, schwarzes Kleid mit tiefem Rückenausschnitt, ihr Haar trug sie aufgesteckt. Er sah ihre Schulterblätter und den zarten Nacken. Sie begrüßte die Gäste, nickte lächelnd und schüttelte Hände. Das seltsame Gefühl war noch immer da, er konnte es nicht abschütteln. Er fragte sich, woher es wohl kam und rätselte darüber nach. In seinem Körper spürte er Wärme und Wohlgefühl aufsteigen, was ihm gut tat. Er war so vertieft, dass er seine Kollegen erst bemerkte, als ihn einer am Arm berührte. „Träumst du?“ Er lachte und ging mit ihnen zum Buffet, das die Gastgeberin gerade eröffnete.
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Liest sich dieses besondere Wiedersehen doch wie die Beschreibung der perfekten Sklavin. Der, die er sicherlich gerne hätte. Der, der er so nah war und die doch so unerreichbar fern ist.
Danke, dass ich dieses Wiedersehen hier lesen durfte.
Wunderschön erzählt und ich mochte ihn, er strahlte etwas ganz besonderes aus! Du hast seine Gedanken und Gefühle an diese Erinnerung sehr berührend beschrieben. Ich mochte auch seine Respekt ihr gegenüber, dass er still das Erlebte genossen hat und wie ein großer Gentleman geschwiegen hat.
Danke für diese ganz intensive Begegnung, die in einem ganz eleganten Stil, einer schönen Wortwahl und einem tollen Spannungsbogen geschrieben wurde.
Das Ende ist wohl menschlich, sie ist heute unerreichbar für ihn und ist doch der inbegriff der Vollkommenheit wie es scheint für ihn. Das schmerzt und so ist es verständlich, dass er sich das nicfht läger antut.
@ Bloch: Gerade weil sie für ihn vollkommen ist, ist der Mann traurig ist. Wenn sie die in seinen Augen perfekte Hingabe ist, dann würde er sie sicher gerne "besitzen". Und zwar sicher über den in der Vergangenheit liegenden Moment hinaus.
Die Idee der Geschichte finde ich toll. Bei der Vorführung wäre nach meinem Geschmack ein bisschen weniger mehr gewesen.
01.03.2024 um 22:16 Uhr
Eine wundervoll erzählte Geschichte, die mich beim Lesen immer tiefer in ihren Bann gezogen hat
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