Er schaute sie an. Wie schön sie doch war. So, wie er es sich immer vorgestellt hatte. Seine Traumfrau. Und nun, nun kniete sie vor ihm in diesem tristen Hotelzimmer, das für ihn nun doch wie das Paradies war. Sie sah zu Boden, ihre Schenkel waren gespreizt und ihre Handflächen lagen darauf.
Info: Veröffentlicht am 12.06.2008 in der Rubrik BDSM.
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Er schaute sie an. Wie schön sie doch war. So, wie er es sich immer vorgestellt hatte. Seine Traumfrau. Und nun, nun kniete sie vor ihm in diesem tristen Hotelzimmer, das für ihn nun doch wie das Paradies war. Sie sah zu Boden, ihre Schenkel waren gespreizt und ihre Handflächen lagen darauf. Man konnte ihre Aufregung erkennen. Die lederne Korsage verdeckte ihre kleinen straffen Brüste nicht und sie bewegten sich bei jedem Atemzug auf und ab. Er sah zu ihr hinab.
»Bist du sicher, dass du es willst?«
Schweigen.
»Antworte mir!« wiederholte er bestimmt.
Sie nickte.
»Ja, mein Meister. Ich will eure Sklavin sein! Ich will euch dienen. Will alles für euch sein, wirklich alles!«
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Das Thema „vor lauter Phantasie die Realität verpassen“ gäbe genug Stoff für Romanlänge.
Ich schätze ebenfalls die von Dir gewählte kurze Form, aber sie birgt eine Schwierigkeit: wenn der Zeitpunkt, der beschrieben wird, nicht außergewöhnlich gut erwischt wird, schrumpft das Thema auch auf Taschenformat.
Was hast Du eingefangen als Szene:
Ein Date im Cafe (wie im frz. Programmkino mit drei Zuschauern), die Phantasie (wie im ZDF), eine Kellnerin als Gegenstück (störende Kellnerinnen sind von Natur aus pummelig?), Pias Begründung für den Rückzug (die Frau ist zu faul sich eine anständige Ausrede einfallen zu lassen).
Der Abschiedssatz von Pia deckt vielleicht auf, warum er ins Phantasieland abdriften musste, um dieses Date ohne Hirnschaden zu überstehen. Oder er ist genauso lahm wie Pia. Er kann sich glücklich schätzen, dieses Stück Brot nicht auch noch herumkommandieren zu müssen
Haggard, ich hab andere Texte von Dir gelesen, die deutlich besser sind; es liegt also nicht an Dir. Es ist m.E. die ganz kurze Form, bei der jedes Fehlerchen so arg ins Gewicht fällt.
Ich trau mich so kritisch zu sein, weil ich mich selbst seit langem mit Kurzformen abmühe, und die zu >9/10 aus obigen Gründen daneben gehen.
Eine gute Übung ist es trotzdem, weil auch längere Geschichten aus einer Ansammlung von Kurzszenen bestehen. Wenn dann mal einzelne schwächeln, kann der Leser Atem schöpfen für die gelungenen Szenen.
Ich habe übrigens auf Deinem Profil eine Reihe netter Zitate gefunden, über die ich ins surfen gekommen bin. Sehr interessant. Und ich könnte mir vorstellen, dass Dein Thema in dieser Geschichte vielleicht doch ein anderes war als ich anfangs herauslas: Du hältst ja große Stücke auf die Phantasie, der gegenüber die Realität ja fad erscheinen m_u_s_s.
(p.s. ich übe auch noch mich in postings kürzer zu fassen )
So sind sie manchmal, die Tagträume. So schön wie sie sind, so hart ist es, auf den Boden der Realität geholt zu werden. Sei es durch eine Kellnerin, sei es durch jemanden Anderen. Eines frage ich mich dennoch, hätte er die Zeit mit ihr nicht besser anders verbringen sollen? Nun ja, sei es wie es sei...
Es ist schade das es nur bei einer Fantasie geblieben ist. ich hätte den beiden ein schöneren Ausgang gegeben. Aus Träumereien wie hier kann auch Realität werden.
Mmmh, war Pia so langweilig, dass er beim Date mit ihr so viel Zeit für einen Tagtraum hatte? Was machte Pia in der Zeit? Warum musste er nur einen Kaffee bezahlen? Hatte Pia nichts zu trinken bekommen oder während er sich im Reich der Träume befand schon mal selber bezahlt?
Also wenn ich mich zu einem Date mit jemanden treffen würde und der stumm vor sich hinträumt, würde ich auch gehen. In machen Situationen ist reden echt gold wert
Danke für Dein verträumtes Kerlchen, der wirklich aufwachen sollte um in der Realität anzukommen...
Nein doch, die Kellnerin hat eine sehr gute Berechtigung. "einmal Schuhe abschlecken bitte" "2,45 der Herr"
Danke für die kleine Erheiterung in dieser kleinen Geschichte. Ganz interessant solch Einblicke als Frau zu bekommen. Mehr davon bitte. vielleicht rettet die Erinnerung im rechten Moment Frau dann mal aus gewisse Momente heraus, wo man mit angestrengtem Blick gen Boden die nicht vorhandene Luke findet.
Darüber hinaus, ist mit dieser Geschichte mal wieder bewiesen, dass sie Länge einer Geschichte egal ist, es kommt auf den Inhalt an.
31.12.2024 um 22:45 Uhr
So ist das mit der Fantasie und der Realität.... Nett beschrieben
Zu diesem Beitrag im Forum.