Gestern fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich arbeite in einer SM-Zentrale! Da liegen Masken auf dem Schreibtisch, die klassischen Rollenverteilungen sind an der Tagesordnung und nicht wenige frönen einem Fetisch. Wach und aufmerksam geworden habe ich die gesamte Einrichtung und die dort arbeitenden Menschen beobachtet. Ja wirklich, es ist ein BDSM-Arbeitsplatz und viele sind beteiligt!
Info: Veröffentlicht am 27.11.2009 in der Rubrik Satire.
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Eine bitterböse, nicht ganz reale Realsatire.
Gestern fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich arbeite in einer SM-Zentrale!
Nein, nicht offen. Ich bin auch nicht in einem Fetischshop tätig oder in einem Onlineversand für „Hilfs- und Lustmittel“ jeglicher Art.
Nein, ich arbeite ganz brav im öffentlichen Dienst, an einer sozialen Einrichtung.
Trotzdem fiel mir diese besonders geprägte Richtung dieses Hauses noch nie auf - bis letzten Dienstag die Schutzmasken gegen das H1N1 Virus - also die „Schweinegrippe“ - geliefert wurden. Die Masken liegen auf dem Schreibtisch und sehen sehr wirksam und sehr beeindruckend aus. Laut ausdrücklicher Anweisung des Chefs müssen sie bei akuter Ansteckungsgefahr getragen werden...
Die pflichtbewusste Angestellte probiert prophylaktisch eine der angeordneten Masken in ihrem Dienst aus und stellt fest: sie kann damit kaum atmen. Der dazu befragte Chef antwortet, das sei ihm bekannt, aber im Anweisungsfall sei diese Maske im Dienst unablässig zu tragen...
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Klasse ernste Geschichte die in einem lockeren, etwas humorvollen Rahmen eingebettet ist, wobei der sanfte sarkastische Humor nicht die Ernsthaftigkeit zerstört.
Ich habe Deine Geschichte sehr gerne gelesen. Für mich lebt sie von einer wunderbaren Beobachtungsgabe, einer genau dosierten Dosis Übertreibung und erstaunlich viel Vogelperspektive (gerade am Ende).
Messerscharfe, bitterböse wie auch ironische Zeilen, die so manchem den Spiegel vorhalten. Zeilen, von denen man auch sagen kann, dass sie mittlerweile auf viele Bereiche unserer Gesellschaft, unseres Lebens zutreffen. Zeilen, die wohl auf die meistens von uns zutreffen.
Das reale, tägliche Leben durch die "BDSM-Augenbinde" zu betrachten fand ich spannend und witzig zugleich.
hallo, ich lebe sm auch real aus. Nur hat eine Kollegin mich im Chat gesehen und hatte nichts weiter zu tun als ihren Laptop mit auf Arbeit zu nehmen und es allen zu zeigen. Ich habe einen Änderungsarbeitsvertrag erhalten. Dieser ist so ausgelegt, daß ich mehr Arbeitslosengeld bekomme. Es gab für mich da keinen anderen Weg und ich durfte sogar 4 Wochen eher gehen, mußte meine Kündigungszeit nicht abarbeiten!
Bitterböse und scharf beobachtet. Vor allem fehlt das safeword, das wird den Subssubs vorenthalten....von höchst richterlicher Stelle, schriftlich und durch sie kaum anfechtbar.....mit Vermerk in der Akte.
22.03.2021 um 23:51 Uhr
Notwendige Geschichte, muß geschrieben werden. Ironie ist das leider nicht mehr. Das ist schon Sarkasmus, jedenfalls für mich. gut gemacht! Danke
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