Knecht Ruprecht bemerkte, dass er das Zimmer gefunden hatte, das nicht in Glitzer, rotem Plüsch und brennenden Kerzen ertrank. Die Wände waren mit dick gepolstertem schwarzen Lack bezogen. Auf einem hohen Kerzenständer steckten fünf dicke Stumpenkerzen, deren flackerndes Licht Schatten auf der Haut der nackten Weihnachtsfrau tanzen ließ.
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Das war ja nicht auszuhalten. Dieses Rumgeturtel und Getätschel und Geschnacksel und Gesäusel. Da konnte einem ja übel werden. Knecht Ruprecht hasste die obligatorischen Planungsmeetings im Haus des Weihnachtsmanns. Zu viel Fröhlichkeit, zu viel Nettigkeit. Aber seit der Weihnachtsmann und die Weihnachtsfrau sich wieder versöhnt hatten, bekam er regelrechte Würgattacken, wann immer er dort zum Rapport antreten musste. Als ob es nicht schon entwürdigend genug war, dass er, der er groß und kantig, muskulös und dunkel war, einen rotwangigen Fettwanst zum Vorgesetzten haben musste, der es für männlich hielt, "Hohoho" zu rufen und rote Plüschhosen zu tragen. Jetzt musste dieser Knilch auch noch herausfinden, dass sein breiter, schwarzer Gürtel nicht nur gut war, um den Weihnachtsmannmantel zu schließen.
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Rentiere, Kobolde, Schlitten, Geschenke - all diese Dinge verbindet man mit dem Weihnachtsmann. Doch dass es einstmals vor langer Zeit auch eine Weihnachtsfrau gab, ist unbekannt. Aus einem ganz bestimmten Grund. Denn wenn die Kinder und Eltern dieser Welt wüssten, warum der Weihnachtsmann seit Jahrzehnten wieder Single ist, würden sie ihre Kamine zumauern und Türen verschließen, damit er ihnen nicht zu nahe kommt. Hier wird das Geheimnis gelüftet.
Die Weihnachtsfrau, öffnete die Tür und lehnte sich in den Türrahmen. Sie hatte diese Pose in den vergangenen Wochen oft genug geübt, wollte nichts dem Zufall überlassen. Sie wollte ein bisschen Dominanz, ein wenig Schmerz, aber bitte schön, wann und genau wie sie wollte. Sie wollte den Weihnachtsmann. Der war zum Liebsein verpflichtet und leicht zu manipulieren. Dachte sie.
Weshalb es für den Weihnachtsmann brenzlig wurde
Knecht Ruprecht bemerkte, dass er das Zimmer gefunden hatte, das nicht in Glitzer, rotem Plüsch und brennenden Kerzen ertrank. Die Wände waren mit dick gepolstertem schwarzen Lack bezogen. Auf einem hohen Kerzenständer steckten fünf dicke Stumpenkerzen, deren flackerndes Licht Schatten auf der Haut der nackten Weihnachtsfrau tanzen ließ.
Geniale Fortsetzung der Weihnachtsmanngeschichte, in der er sein Versprechen aus dem vorangegangenen Teil einhält. Wieder wunderbar geschrieben, einfach schön zu lesen.
Der dritte Teil ist genauso gelungen wie die beiden anderen. Mir gefällt vor allem, dass Knecht Rubrecht auch noch seinen Platz in dieser märchenhaft/erotischen Geschichtensammlung bekommen hat.
Ihr Lieben, die Fortsetzung ist geschrieben, aber Ruprecht war störrisch und wollte einfach nicht. Auch 2014 werden also Weihnachtsmann und Weihnachtsfrau im Mittelpunkt stehen. Für den Ruprecht habe ich eine Ostergeschichte begonnen, mal sehen, ob der Herr sich vielleicht Ostern 2015 bequemt, sich in sie einzupassen statt den Fortgang weiter zu sabotieren...
Klasse Geschichte - der Protagonist Knecht Ruprecht sehr lebendig gezeichnet, vielschichtig, die SM-Einlagen anregend geschrieben, originelle Einfälle wie der "Sub-Engel" - ich wünsche mir eine Fortsetzung!
13.10.2020 um 08:31 Uhr
Bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht.
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