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Jack in the Box

Das Magische an ihm waren seine großen und kräftigen Hände. Ich fühlte mich von ihnen gepackt. Obwohl er keinerlei Druck ausübte, hatte ich das Gefühl, Handschellen angelegt zu bekommen. Was als lustiger Kegelabend begonnen hatte, führte direkt in den Beginn eines tiefgreifenden Umbruchs. Denn Jack in the Box hat mich ergriffen.

Eine BDSM-Geschichte von poet.

  • Info: Veröffentlicht am 14.02.2014 in der Rubrik BDSM.

  • Folge: Dieser Text ist Teil einer Reihe.

  • Urheberrecht: Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung sind nicht erlaubt. Mehr.

Bild: Schattenzeilen, Midjourney

 

»Viele Menschen glauben, dass es neben unserer, mit unseren Sinnen erfassbaren Welt, noch eine Parallelwelt gibt, in der sich alles aufhält, was uns hier verlässt. Und manchmal habe ich bei meinen magischen Versuchen wirklich die Vorstellung, es könnte so etwas wie ein gelegentlicher Funke aus jener Welt in unsere herüberspringen, als gäbe es, wenn auch nur kurz, Verbindung, wenn nicht zu der Parallelwelt, so vielleicht zu einer Art Zwischenwelt, zu Wesen, die sich noch auf der Wanderschaft befinden von unserer zur jenseitigen Welt. Oder ist es letztlich nur eine Welt tief in uns selbst, die wir nicht wahrhaben wollen? Denn da entstehen Dinge, die sehr, sehr rätselhaft sind, und ein paar davon werde ich versuchen, Ihnen heute zu zeigen …«

So begann der Magier seine Show. Jede von uns wusste, dass es sich nur um Tricks handelte, aber er schaffte es trotzdem, mit seiner tiefen Stimme und seinen langsamen, wohlüberlegten Sätzen bei uns im Vorraum der eher unromantischen Kegelbahn eine fast atemlose Stimmung zu erzeugen, in der außer dieser Stimme nichts zu hören war. Nicht einmal Beate, die sonst außer Kichern selten etwas beizutragen hatte, wagte, auch nur zu glucksen. Und ich, die ich immerhin Psychologie studiert habe, bekam das etwas unbehagliche Gefühl, dass er all diese Worte und immer wieder seine Augen in meine Richtung zu lenken schien und auf eine ganz subtile Weise von mir Besitz zu ergreifen drohte.

Wir, unser seit nunmehr zwei Jahrzehnten bestehender Kegelklub »Alte Neune«, lauter Damen in den späten Dreißigern, hatten ihn zum Klubjubiläum eingeladen. Ein paar von uns eisernen neun ehemaligen Klassenkameradinnen hatten für einen männlichen Stripper plädiert, aber bei der Abstimmung fiel das Votum mit 5:4 knapp auf den Magier, der sich in seiner Zeitungsannonce als »Master of the Otherworld« anpries.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

16.03.2025 um 15:34 Uhr

Mir gefällt die Idee, die hinter der Geschichte steckt, auch wenn sie etwas „abgedroschen“ ist: Eine Frau, die eher durch analytisches Wesen auffällt, entdeckt geheime Wünsche in Form eines Mannes, der diese versteht, aus ihr herauszukitzeln.

Ingesamt ist sie spannend geschrieben und lässt sich gut lesen. Zwischendurch stören die eingeschobenen Sätze, die den Leser teils in die Gedankenwelt der Martha B. Einblick gewähren sollen.

Ich hoffe, dass der zweite Teil nicht ganz so klischeehaft daher kommt.

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31.03.2023 um 16:24 Uhr

das fängt ja sehr spannend an ... ich freue mich schon auf den nächsten Teil

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26040

Gelöscht.

24.03.2021 um 20:53 Uhr

Langsam keimt ein Verdacht in mir. Der Schreibstil, die in sich schlüssigen Geschichten. Das macht mich irgendwie stutzig. Wie wenn das ein erfolgreicher Schriftsteller ist, der hier inkognito seine Geschichten an ahnungslosen Lesern testet. Der Gedanke gefällt mir. Ich würde mir das als Buch auf jeden Fall kaufen.

Allerding kommt mit da so eine Anekdote über Elvis in den Sinn. Er saß einmal in seiner Lieblingskneipe in Memphis in seinem Separee. Am selben Abend fand zur Unterhaltung der Gäste ein "Elvis-Imitatoren-Wettbewerb" statt. Nach einigem Zieren ließ sich Elvis vom Besitzer überreden und nahm am Ausscheid teil.

Elvis erkämpfte den 2. Platz.

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13.11.2020 um 18:12 Uhr

Hervorragend geschrieben. Wie sie sich wohl entscheidet?

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Meister Y

Autor. Förderer.

26.05.2016 um 06:58 Uhr

Großartig...

Tatsächlich fesselnde Zeilen, ich möchte schon sagen brilliant geschrieben! Schon das absolut passende Ambiente, die Kegelbahn, der Trupp feiernder Mädels kam sofort bei mir an. Die dann folgenden Überlegungen und Selbsterkenntnisse fand ich total klasse. Hoffen und Zaudern, Wissen und Verdrängen, Wollen und scheinbare Vernunft, besser kann man es wohl kaum beschreiben. Ich bin sicher, genau zu wissen, wie sie sich letztlich entschieden hat, auch wenn dies meiner eigenen Fortsetzung überlassen war.

Danke für wirklich schöne Zeilen.

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16173

Gelöscht.

27.12.2015 um 17:39 Uhr

wie geht die geschichte weiter ?? würde ich sehr gerne erfahren.

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15902

Gelöscht.

08.11.2015 um 15:09 Uhr

sehr heiße geschichte

 

würde gerne 2 teil lesen wie es weiter geht

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13893

Gelöscht.

04.09.2014 um 02:39 Uhr

Die ersten Schritte, die ersten beunruhigenden Gedanken an diese andere Welt und daran, was einem in ihr geschehen könnte. Dazu die Scham und gleichzeitig eine Lust, die aus der eigenen Tiefe zu kommen scheint. All das ist in diesem Text eine eine besondere, feine Weise eingefangen.

 

Danke dafür.

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13563

Gelöscht.

02.08.2014 um 08:18 Uhr

Danke das ich die Geschichte lesen durfte, ich fühlte mich hin-und hergerissen.

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13723

Gelöscht.

26.07.2014 um 16:17 Uhr

Schöne Story, die mich mitgenommen und auch sehr angesprochen... ich konnte die Situation gut nachempfinden... erinnerte mich an meine ungenutzten Chancen.

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