Zufriedenheit lag in der dunklen Stimme der rassigen Medizinerin, ja sogar ein wenig Anerkennung. Peter fühlte sich etwas mitgenommen, aber es überwog die Spannung, welche Behandlung Erika und Sylva ihm noch würden angedeihen lassen.
"So. Fertig." Wie durch eine Nebelwand hindurch vernahm Peter die erlösenden Worte, und er hätte nicht zu sagen vermocht, ob Erikas Behandlung fünf Minuten oder eine Stunde gedauert hatte. Doch es war ihm nur eine kurze Pause eingeräumt, denn schon kündigte Erika den nächsten Schritt an.
"Du hast dich gut gehalten, Peter." Zufriedenheit lag in der dunklen Stimme der rassigen Medizinerin, ja sogar ein wenig Anerkennung vermeinte Peter herauszuhören. "Sylvia wird dir jetzt die Fesseln abnehmen. Bleib' einfach auf dem Rücken liegen und entspann' dich. Sobald du dich ein wenig erholt hast, wird sie sich um deine Brustwarzen kümmern. Ich glaube, ihre Behandlung wird dir ebenfalls viel Freude bereiten."
Peter fühlte sich etwas mitgenommen, aber wohlauf. Er musste er sich eingestehen, dass Erika ihn faszinierte. Ein geheimnisvolles Flair umwehte diese hoch gewachsene Frau mit den markanten Gesichtszügen und dem hellen Funkeln in den leuchtend grünen Augen. Und Sylvia, ihre platinblonde Assistentin, war sowieso der Fleisch gewordene Nasstraum jedes normal veranlagten Mannes. Dieses Mäuschen war scharf wie eine Rasierklinge, davon war Peter fest überzeugt.
Im Gegensatz zu Erika, die sich ihre Lust kaum anmerken ließ, konnte ihre eifrige Gehilfin nicht verhehlen, dass sie schon voller Tatendrang steckte. Ihre Augen leuchteten wie die eines Kindes unterm Weihnachtsbaum, und die Art, wie sie ihre prallen Schenkel aneinander rieb, sprach eine deutliche Sprache. Sogleich trat sie an den Untersuchungsstuhl heran, löste sämtliche Lederriemen von Peters Gelenken und klappte das Fußteil in eine waagrechte Position, so dass der Stuhl im Nu zur Liege umfunktioniert war. "Mach dir's bequem", hauchte sie, während sie mit ihren latexbehandschuhten Händen sanft über Peters Oberkörper strich. "Ich bin gleich wieder bei dir."
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06.05.2020 um 18:51 Uhr
hanne lotte
Was mir dazu eben so einfällt ...
In welche Kategorie würdest du deine Texte einordnen?
Das interessierte außer Dich vor Jahren noch nie jemanden, aber da ich eben erst auf die Frage gestoßen bin:
Meine Texte zählen rein zum S/M, außer die, die ich veröffentliche.
Wie Du sagst, zur Auszählung müsste man zwei Haufen von Texten bilden. Und klar, bleibt dann irgend so ein Mischhäufchen übrig. Wie in der Realität auch, sind Grenzen fließend. Dann nennen wir es halt die Bildung von zwei Extremgruppen. Das darf man methodisch machen, um im ganzen Gerausche doch Muster zu erkennen.
Ich würd den einen Haufen "verbrämt" und den anderen "unverbrämt" nennen. D/s kommt meistens verbrämt daher. Ich will auch begründen, warum.
Wenn ich von mir ausgehe, sind Trauer und Aggression in Phantasie verschoben. Kein Schwein schreibt "einfach so", weil es Spaß macht. Doch, Spaß macht es, aber wirklicher Spaß sieht halt doch anders aus, als seine Zeit mit dem Aneinanderreihen von Worten zu verbringen. Es ist Ersatz, Verschiebung, Anti-Realität, Wunschvorstellung, Probehandeln ohne Konsequenzen ... Das brauchen Menschen. Nicht nur ich. Und deshalb kann ich in der Realität desto lieber und fröhlicher sein.
Das "Konsensuelle" löst den Konflikt keinen Deut auf; lediglich moralisch oder so was in der Art. Was davon unberührt bleibt, ist die Freude am Leiden (aktiv oder passiv, völlig wurscht), die so widersinnig ist. Das kann man verbrämen, z.B. indem man Kulleraugen in Texte einbaut, oder Zucht (*g, so im Sinne von Erziehung) oder sonstige höhere Zwecke, ... aber welcher Zweck rechtfertigt denn Lust am Leiden. Ich find einfach keinen. Nicht mal Liebe.
Aus Liebe jemanden schlagen? Das klingt ja wie katholisches Mittelalter.
Naja, geil ist es auf jeden Fall. Und am besten unverbrämt und auf dem linken Haufen, wo die Texte sind wie von steeldoc. Einfach nur so: SM-ig. Leider ohne Schlitzgeigen.
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