Wenn jemand die Bedienung in einem Restaurant ruppig behandelt, muss das nicht unbedingt etwas mit Unhöflichkeit zu tun haben. Nicht nur das erfährt Heinrich, sondern noch etwas ganz anderes über seinen alten Freund. Aber will er das wirklich wissen?
Info: Veröffentlicht am 11.07.2007 in der Rubrik BDSM.
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Bild: Schattenzeilen, Midjourney
Ich bin zu spät, ich weiß das. Entsprechend eilig habe ich es, als ich das Restaurant betrete. Kaum hängt mein Mantel an der Garderobe, da gehe ich auch schon mit entschuldigend erhobenen Händen auf Heinrich zu. An dem Tisch hinten rechts sitzt er, der mit Blick auf die Straße ist das.
»Tut mir wirklich leid«, sage ich.
»Ist okay, Ed.«
Ich setze mich und frage: »Hast du schon bestellt?«
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Ich glaube mir wäre jeder Bissen im Mund steckengeblieben, hätte ich am Nachbartisch gesessen. Was für ein Dialog, was für ein Outing... Heinrich hat mir fast schon ein bisschen leid getan. Schien er doch vollkommen auf dem Schlauch zu stehen. Das Ganze ging so schnell, wie ein Überholvorgang, auf der linken Spur der Autobahn. Grandios, einfach grandios.
Ich kann mich anderen Kommentaren nur anschließen. Der Text ist sehr schnell und flüssig und indirekt direkt. Für mich ist er fast schon eine Spur zu schnell, vor allem da er großteils nur aus Dialogen besteht. Man kann ihn schnell lesen, aber es ist aufgebaut wie ein Witz. Er wird rasch erzählt und man hat die Pointe, aber das Kopfkino springt bei mir nicht so richtig an und man denkt nicht weiter.
Man kann jemanden etwas durch dir Blume sagen, aber man kann auch diese Variante nutzen und es seinem Gegenüber in Form einer Abrissbirne an den Kopf schlagen. Saustarker Dialog, da hätte ich gerne am Nachbartisch gesessen, ähm besser nicht, entweder wäre ich gackernd vom Stuhl gefallen oder hätte mir die Lippe durchgebissen.
Einfach genial geschrieben, großes Kompliment für dieses gelungene Gesamtpaket. DANKE
PS: Ich hoffe Heinrich hat diese Nachricht verdauen können
Seltsamerweise scheine ich diesen Text ganz anders zu interpretieren als die meisten der Kommentatoren.
Es ist ein sehr witziger, rasanter, gut konstruierter und geführter Dialog.
Der Inhalt kann sowohl als eher ungewöhnliche D/s Phantasie verstanden werden, als auch als - leider - charakteristisches Auftreten so mancher "SMer". Ich beziehe mich auf das ostentative Betteln um Aufmerksamkeit - vulgo "raushängenlassen" - in der Art: "seht mich an, ich bin anders; oh, wie dominant ich doch bin" womöglich garniert mit einem "...und das ist auch gut so....".
17.04.2024 um 18:38 Uhr
Selten das ich beim lesen einer Geschichte das Gefühl habe abgehetzt zu sein, lach
Einmal etwas ganz anderes , schwungvoll und witzig. Nur nicht für Heinrich !
Vielen dank für den Spaß beim lesen.
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