Sie lächelt voller Vorfreude. Das Päckchen wird nur den Anfang beinhalten, ein winziges Glas Orangenmarmelade. Dazu eines der Kärtchen, auf dem er den Ort des nächsten Verstecks lesen kann. Er wird im ganzen Haus Pakete suchen. Und sicher wird das auch für sie ein Spaß werden.
Info: Veröffentlicht am 24.12.2014 in der Rubrik BDSM.
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Er hat alles. Und was er nicht hat, kauft er sich. Mal davon abgesehen, dass seine Wünsche unergründlich sind. Wie soll man darauf kommen, dass ein Taschenmesser mit Werkzeug daran viel großartiger ist als ein Taschenmesser und Werkzeug? Aber ein Geschenk darf auch etwas vom Schenkenden beinhalten, zumindest bei ihr wird es so sein. Und sie ist nun mal kein Werkzeugfan.
Aber was?
Man könnte den Gedanken wörtlich nehmen - welchen Teil von sich könnte sie ihm schenken? Ist es nicht auch hier so, dass er schon alles hat? Nein. Niemals hat ein Mensch alles eines anderen! Was er hat, ist ihren Wunsch zu geben. Ihre Erlaubnis, von ihr zu wünschen, zu fordern. Was also hat er noch nicht, einfach, weil er es noch nicht forderte?
Einen Teil von sich selbst zu schenken ist doch keine schlechte Idee! Sie wird ihm ein Geheimnis schenken, eine Fantasie, die er ihr noch nicht entlockt hat.
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Wieder durfte ich einen wahren Schatz hier auf den Schattenzeilen lesen. Wirklich tiefsinnig ist hier der Versuch beschrieben, tiefer Sehnsucht ein kleines Stückchen Platz zu geben. Verbunden mit der wundervollen Idee, dieses besondere Geschenk, ein Weihnachtsgeschenk das eigentlich ein Lebensgeschenk ist, in einem liebevollen Puzzlespiel zu verpacken. Ja, es stimmt, jemanden zu beschenken, der eigentlich alles hat, ist manchmal eine Qual. Daher fand ich auch den Ansatz, dass es ein Geschenk gibt, das man niemals wirklich hat, das man nur bekommt, wenn der Andere bereit ist es (sich) zu geben überaus gelungen. Noch schöner fand ich, dass das Geschenk am Ende ein klitzekleines bisschen aus der Bahn gerät, nicht ganz dem entspricht, was sie sich erträumte und doch genau das ist, was sie erhoffte.
Vielen Dank für diese feinsinnigen, wundervollen Zeilen am frühen Morgen.
Wenn Menschen alles haben ist es eine Herausforderung, ihnen ein Geschenk zu machen. Meist greife ich zum Buch. Weil meine Bekannten lesen, kann ich wenig falsch machen.
Aber in dieser hintersinnig fein gesponnenen Geschichte geht es ja um Erwartung und Resultat. Und weil das Resultat der Erwartung so anders entsprach, hat sich die Schenkende letztlich selbst beschenkt.
Süße Geschichte, vielleicht hätte sie in dem letzten Geschenk noch eine kleine Anleitung legen sollen. Ich mochte die Idee, wie sich sein Geschenk langsam zusammensetzte, auch wenn sie am Ende etwas ganz anderes erwartet hätte.
25.09.2018 um 03:41 Uhr
Mit einem einzigen Schmunzeln durchgelesen und auf Fortsetzung hoffend finde ich die Geschichte sehr schön,
Geschenke sind ja nicht bloss zu Weihnachten möglich und so ein Seidenschal umfasst ja viel, viel mehr.
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