Felicitas saß auf dem Barhocker und starrte die Tube mit dem Gleitgel wütend an, die neben ihr auf dem Tresen lag. Ebenso den nachtschwarzen Plug mit dem flauschigen Katzenschwanz. Etwas in ihr versperrte sich und sie wusste nicht, wie sie sich auf den besonderen Gast vorbereiten sollte, den die Clubbesitzerin angekündigt hatte.
Mit einem gequälten Aufseufzen und einem dumpfen Laut ließ Felicitas ihren Kopf auf die Theke sinken. Dabei war sie etwas zu schwungvoll, denn nun kam noch ein leichter Schmerz an der Stirn zu ihren anderen Problemen dazu.
Die zierliche Schwarzhaarige mit den braunen Augen und einer Haut in der Farbe dunkler Schokolade zählte zu den begehrtesten Angestellten eines Clubs, den Eingeweihte unter dem vielversprechenden Namen The Empress kannten. Wobei Angestellte hier wohl die falsche Bezeichnung war, denn der Club, unter Leitung eines Geschwisterpaares, war der lokale Treffpunkt für Freunde und Liebhaber der BDSM-Kultur. Und Felicitas war keine simple Angestellte, denn sobald sie den Club betrat, wurde sie eine äußerst brave und devote Sub.
Als solche hatten sich ihr Horizont und ihr Bekanntenkreis inzwischen deutlich erweitert und noch immer lernte sie dazu. So wie letzte Woche, als sie kurzfristig in ein Spiel zwischen Diana und deren Lebensgefährten und Herrn Leonardo hineingerutscht war. Von da an verstand sie die misstrauischen Blicke, die seine Sub jedem Gegenstand angedeihen ließ, der in Reichweite ihres Doms kam. Denn dieser begnügte sich nur selten mit Dingen, die man mit ihren Vorlieben in Verbindung brachte.
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Wobei ich mich bei solchen Situationen ja immer frage, ob es tatsächlich so passieren kann, dass ein Dom einfach so die Kontrolle über eine Sub übernimmt.
Gerade in einem "Etablissement". Muss Dom denn hier nicht Gefahr laufen, dass dies Eigentum eines anderen ist?
Naja, vielleicht war der Rest der Bekleidung ja so ausgefallen, dass diesem hier sofort klar war, dass diese Sub für ihn vorgesehen ist.
Ich mag die Geschichte, weil sie so einfühlsam ist und auch, zumindest teilweise beide Protagonisten beleuchtet.
Erster Abschnitt: Vorhang auf, zwei Schauspieler betreten die Bühne. Brilljant der Anfang der Geschichte.
Der Leser/Zuhörer wird sogleich in die Geschichte hineingezogen.
Zweiter Abschnitt: eine Haut wie dunkle Schokolade, ganz schön formuliert. Zwei Schauspieler irgendwo in Holland auf der Bühne, der eine verkleidet als St. Nikolaus, der andere als Knecht...und was seit einigen Jahren im Fernseher, in der Politik, im Radio,unter Kabarettisten und vielleicht auch Fetischisten hillarisch und seriös diskutiert wird
Zwarte Pieten discussie!
Ob Diskriminierung oder Holländische Tradition. Hier vielleicht die Lösung: nenne es doch einfach:
donkere chocolade-Piet und somit hat,-
vielleicht, ein Schattenzeilen-Autor dafür gesorgt dass die Niederländische Bevölkerung wieder zur Ruhe kommt was diese grosse Diskussion betrifft.
Dritter Abschnitt: Der erste Satz spricht Buchteile! Jetzt sind es zwei andere Schauspieler: (andere grosse Diskussion momentan in NL): Swaab und Lamme: "Freier Wille besteht nicht."
Hinzu kommt Willi auf die Bühne: Kompetenzen, Potential benützen usw. hat u.a. damit zu tun in welcher Nische man lebt.
Weil Nische- bdsm...Gehirnzellen, Interaktionen, Wille,- man kann mit dem Rasiermesser in der Hand geschokt sein oder verträumt dreinblicken.
Wundervoll geschrieben, großartig. Voller Gefühl, voller Einfühlungsvermögen und so, dass man sowohl ihre Abneigung als auch seine sanfte Dominanz spüren konnte. Stimmig in jedem Detail. Wirklich großartig.
26.09.2023 um 12:32 Uhr
Eine sehr sinnliche und mitreissende Geschichte.
Wobei ich mich bei solchen Situationen ja immer frage, ob es tatsächlich so passieren kann, dass ein Dom einfach so die Kontrolle über eine Sub übernimmt.
Gerade in einem "Etablissement". Muss Dom denn hier nicht Gefahr laufen, dass dies Eigentum eines anderen ist?
Naja, vielleicht war der Rest der Bekleidung ja so ausgefallen, dass diesem hier sofort klar war, dass diese Sub für ihn vorgesehen ist.
Ich mag die Geschichte, weil sie so einfühlsam ist und auch, zumindest teilweise beide Protagonisten beleuchtet.
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