Henrietta steht keine gemütliche Bondage-Session bevor, in der sie sich nur einzuwickeln lassen braucht. Im Gegenteil, ihre Herrin hält einige Herausforderungen und eine besonders hinterhältige Überraschung für sie bereit.
Mit wild pochendem Herzen, bange in der Brust und doch voll Spannung und Vorfreude eilte ich voraus. Ich humpelte noch leicht, denn ich musste fürchten, ein paar Haare meiner Intimzone auf dem klebrigen Frotteeüberzug zurückgelassen zu haben. Meine Herrin folgte mir etwas bedächtiger und als sie mich ungeduldiges Geschöpf endlich erreichte, trug sie wieder ihre alte, überlegene Ruhe zur Schau.
Andächtig und, wie ich fand, mit grausamer Langsamkeit, führte sie ihr Einstiegsritual durch. Sie schloss sorgfältig die Vorhänge und widmete sich dann ruhig und konzentriert jeder Einzelnen der vielen Kerzen im Raum. Schließlich - für mich waren inzwischen subjektive Stunden vergangen - kam sie zum letzten Punkt auf ihrer Liste, der leisen Hintergrundmusik. Die Wahl fiel heute nicht auf etwas Klassisches, sondern ein japanisches Saiteninstrument hüllte uns mit seinen ungewohnt wehmütigen Klängen ein.
Sie waren wunderschön, komplettierten die Atmosphäre auf besondere Weise und berührten mich tief. Ich glaubte fast, den Regen zu hören, der jenseits von papierenen Wänden in den Teich unter einer elegant geschwungenen Bogenbrücke plätscherte. In meiner Vorstellung war sein Ufer gesäumt von Rot-Ahorn und moosbewachsenen Steinlaternen. Für einen Moment schien ich, fortgetragen von diesem Bild, aus der Zeit gefallen zu sein, denn als ich den Blick wieder in die Gegenwart lenkte, wartete meine Herrin geduldig auf mich. Sie warf mir ein kleines, feines und andeutungsweise gemeines Lächeln zu, als wollte sie sich meiner ganzen Aufmerksamkeit versichern.
Die hatte sie natürlich sofort und wandte sich, verfolgt von meinen Blicken, einem mit asiatischen Schnitzereien versehenen Kästchen zu. Gespannt reckte ich den Hals, als sie es öffnete. Es enthielt Seile in verschiedenen Längen und Stärken, sorgsam zu kleinen, kunstvollen Bündeln verschnürt.
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18.03.2025 um 04:40 Uhr
Herje, diese Spannung......
Als wäre man ein stiller Beobachter, sehe ich die kleine Henrietta -
die dünnen , kräftigen Seile sich wie fließendes Wasser um ihren Körper legen.
Lady Lilith wie sie so diabolisch und süffisant lächelt.
Ich bin gefesselt wie Du das alles beschrieben hast.
Danke schön das Du mich ein kleines Stück auf der Reise von Henrietta mitgenommen hast.
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