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Blackwater & Toy: Die Mouse in der Falle

Henrietta ist ein graues Mäuslein. Von Schüchternheit geplagt fristet sie ihr Dasein. Als eines Tages die weltgewandte Lilith Blackwater ihren Blick auf sie richtet, kann Henrietta ihr Glück kaum fassen. Doch diese Frau hat ein dunkles Geheimnis und für Henrietta ihre ganz eigenen Pläne.

Eine BDSM-Geschichte von Tek Wolf.

  • Info: Veröffentlicht am 19.08.2016 in der Rubrik BDSM.

  • Folge: Dieser Text ist Teil einer Reihe.

  • Urheberrecht: Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung sind nicht erlaubt. Mehr.

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Bild: Schattenzeilen, Midjourney

 

Ich gebe es zu, ich war vom ersten Augenblick an vernarrt in sie. Ich, die unscheinbare kleine Archivarin Henrietta Mouse und die große, weltgewandte Lilith Blackwater, Lady Of The Crown, Protectess of Browen upon Rye und Countess of Blackwater Shire. Oh, sie war so selbstbewusst, so elegant und ehrfurchtgebietend. Seit dem Tag, an dem ich sie kennenlernen durfte, ließ sie mich nicht mehr los.

Ich wurde dieser spektakulären Frau das erste Mal ansichtig auf einer Auktion seltener Bücher in Oxford, bei der ich die Ehre hatte, als Assistentin des Kurators zu dienen. Sofort war ich von ihr fasziniert und tief beeindruckt. So oft es mir möglich war, hielt ich mich in ihrer Nähe auf, belauschte ihre Gespräche und bewunderte sie heimlich aus den Augenwinkeln. Wo immer sie hinkam, war ihr alle Aufmerksamkeit gewiss. Ihr war die natürliche Ausstrahlung einer Königin gegeben, einer Herrscherin, mal huldvoll, mal mit gütiger Strenge. Niemand konnte sich diesem beherrschenden Charme entziehen.

Ohne viel Federlesens würde ich gekündigt, wenn ruchbar würde, was ich insgeheim für Bücher las, über phantastische Themen und Romane voller romantischer Frivolitäten. So grau mein Leben auch nach außen hin sein mochte, erlaubte ich mir doch als einziges Laster die Ausschweifungen meiner Phantasie. Und genau dieses wunderbare Wesen, Lilith Blackwater, passte auf so treffliche Weise in meine pikanten Phantastereien, dass ich nicht anders konnte, als sie aus der Ferne schmachtend anzubeten.

Könnt ihr euch, liebe Leser, vorstellen, wie hoch mein Herz schlug, als eben jene Frau auf mich zukam und ein freundliches Gespräch mit mir begann? Ich weiß beim besten Willen nicht, was sie in mir sah, aber vom ersten Moment an war sie mir herzlich zugetan. Und als wäre das nicht schon genug, lud sie mich zum Tee ein, buchstäblich eine Audienz bei der Frau meiner Träume.

Es war ein köstliches Erlebnis, ein freudiger Höhepunkt in meinem Leben, und doch, zu meiner großen Überraschung, sollten noch viele weitere Treffen folgen. Sie, die mit Prinzen, Politikern und Filmstars in Paris, Rom und Moskau verkehrte, hielt mehrmals im Monat Teestunde mit mir, Henrietta Mouse, die aufgeregt war, weil sie auf dem Weg zum Supermarkt eine Zehnpfundnote gefunden hatte. Es war wie im Märchen, meinem eigenen, persönlichen Märchen.

Aber ein Mädchen sollte nicht zu neugierig sein, sich nicht zu viele Hirngespinste leisten, so war es mir von frühester Jugend an beigebracht worden. Einzig, diesen Fehler an mir konnte ich nicht abstellen. Ich hegte nämlich schon früh einen ungeheuerlichen Verdacht, was das intimste Privatleben meiner Gönnerin betraf.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

16.03.2025 um 12:26 Uhr

Tek Wolf

Hallo sklave thorsten!

 

Ja, die Engländer sind schon ein besonderes Völkchen. Ich glaube, diese steife Art, die manchmal an die Grenze der Schrulligkeit stößt, fasziniert uns so. Wobei man ja nicht vergessen sollte, dass dies eher ein Klischee ist und zudem der Großteil der Bevölkerung nicht mit Schirm, Charme und Melone unterwegs ist. Trotzdem, die Briten haben was, haben sie nicht?

Aber sind es nicht manchmal die Klischee's die uns die anderen so toll und charmant wirken lassen?

Nein gewiss, laufen nicht alle Briten mit Schirm, Charme und Melonen durch die Länder. Auch lässt manchmal dieses "britische understatement" zu wünschen übrig - denke ich nur an meinen letzten Urlaub zurück.

Dennoch hat es auf mich einen ganz besonderen Reiz - vielleicht auch weil es so selten ist.

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Tek Wolf

Autor. Förderer.

16.03.2025 um 10:54 Uhr

Hallo sklave thorsten!

 

Ja, die Engländer sind schon ein besonderes Völkchen. Ich glaube, diese steife Art, die manchmal an die Grenze der Schrulligkeit stößt, fasziniert uns so. Wobei man ja nicht vergessen sollte, dass dies eher ein Klischee ist und zudem der Großteil der Bevölkerung nicht mit Schirm, Charme und Melone unterwegs ist. Trotzdem, die Briten haben was, haben sie nicht?

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16.03.2025 um 05:09 Uhr

Hallo Tek Wolf,

 

Danke schön für diese Geschichte.

Ich habe ein Faible für diese Art von Geschichten.

Gerade aus England mag ich es.

Herrinhäuser, die Landbesitzer/innen und Adeligen.

Da zu diese britische Gelassenheit.

Das kam hier gut herüber während der Teetimes.

 

Ich bin sehr gespannt was passieren wird.

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Tek Wolf

Autor. Förderer.

02.08.2024 um 11:40 Uhr

Freut mich, dass dich die Geschichte so angesprochen hat. In dieser Reihe gib es noch weitere Erzählungen mit verschiedenen Themen. Bin gespannt, wie sie dir gefallen

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habitus

Förderer.

01.08.2024 um 23:22 Uhr

Warum stoße ich erst jetzt auf diese Geschichtenreihe? Egal!

Eine reizvolle Geschichte. Sie zeigt, dass auch ein eigentlich klassisches, schon oft erzähltes Setting mit Schöner, erhabener Sprache ansprechend erzählt werden kann. 

 

Die Wortwahl und die Gedankengänge der in die Falle gegangenen Mouse sind ein bereicherndes Erzählelement. 

 

Ich werde jetzt mal die nächste Folge lesen.

 

Beste Grüße,

Habitus

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Tek Wolf

Autor. Förderer.

23.02.2024 um 09:52 Uhr

Danke Sumpfohreule für deine nette Bewertung. In diese Geschichte habe ich viel Zeit und Herzblut investiert und es folgten noch weitere.

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Sumpfohreule

Förderer.

21.02.2024 um 23:22 Uhr

Hallo Tek Wolf

Danke für diese einfühlsame, wundervolle Erzählung. Sie haben eine bezaubernde, prickelnde Beschreibung gewählt, mit wunderbar ausschmückenden Worten mir prä-sentiert. Die aufsteigende Spannung zwischen den beiden Frauen haben Sie rück-sichtsvoll gestaltet und die Lady ist aber zeitweise mit kompromisslosen Forderungen gegen Henrietta aufgetreten. Dieses Wechselspiel zwischen den Frauen hat mir sehr gut gefallen und die fantasievolle erotische Beschreibung hat die Wirkung noch gestei-gert.

Danke für die wohltuende Erzählung

 

Sumpfohreule

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25979

Gelöscht.

18.11.2022 um 10:43 Uhr

Dass er die Sprache und das Spiel mit derselben durchaus beherrscht, m.E. unübersehbar. Genau aber da liegt der berühmte Hase im Pfeffer. Gewählte Konstellation und Szenerie stellen Ansprüche, welche nahezu unerfüllbar. Bevor ich näher darauf eingehe, vorweg ein Wort zum Thema Phantasie. In meinen Augen nie ein Laster, sondern eine Fähigkeit, die zu höchsten Tugenden zählt. Ich weiß, mit einer solchen Sicht gerate ich leicht in einsame Position. Trotzdem bleibe ich dabei. 

 

Eine Dame im besagten Sinn, also Lady, vermiede Sätze wie: "Das kann man nicht erzählen ... das muss man erleben." Das Wörtchen man eher kein adliges Vokabular. Ich und Du, besser noch die edle Variante der dritten Person, fänden Anwendung. An anderen Stellen vergleichbar. Beispiel: "Ich werde es Dir einfach machen für den Einstieg." Vielleicht den Einstieg erleichtern oder die Hürde senken, aber sicher nicht das Wörtchen machen einbringen.

 

Bitte den folgenden Hinweis nicht überbewerten. Er soll vielleicht, auch anderen Autoren, helfen, genauer hinzusehen. Nicht mehr! Ich zitiere: "hauchte sie mir einen Kuss auf mein Haupt ..." Wem sonst, wenn es mein Haupt ist? Oder anders formuliert: anzunehmen, dass auf mein Haupt, wenn mir. Hier imgrunde verzeihlich, weil nicht gehäuft auftretend. Oftmals erscheinen unnötige Personalpronomen fast als Fetisch. Fühle mich dann geneigt, eine ganz neue Spielart des BDSM ins Leben zu rufen. 

 

Fazit: Eine dem Milieu und Thema geschuldetes, aber für meinen Geschmack, etwas ausgewalztes Sujet. Fühle mich erinnert an frühere Zola-Buchreihen in meinen Regalen. Sehr sehr gut aufgebaut und sicher auch geschrieben. Hut ab, den meinigen! Aber leider nicht mehr mein heutiger Geschmack. 4 plus als Sterne

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18.11.2022 um 00:36 Uhr

Sehr gefühlvoll und mit spannenden Satzgebilden beschrieben. Liest man nicht aller Tage.

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10.10.2020 um 21:22 Uhr

Das erste Mal, mit einer Frau, wundervoll beschrieben

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